Sächsische Ärzteversorgung - Beitrag

Minijobs

Geringfügig entlohnte Beschäftigungen

Ab 1. Januar 2013 wurde die monatliche Obergrenze für Minijobs von 400 auf 450 EUR erhöht*. Außerdem wurde die bisher für geringfügig Beschäftigte in der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) geltende Versicherungsfreiheit mit der Option zur Pflicht für neu beginnende Beschäftigungsverhältnisse in eine Versicherungspflicht mit der Option zur Befreiung umgewandelt.

Da für die Beitragsfestsetzung satzungsgemäß der konkrete Umfang der tier-/ärztlichen Tätigkeit nicht ausschlaggebend ist, erhebt die Sächsische Ärzteversorgung (SAEV) für eine geringfügige berufsspezifische Beschäftigung den Mindestbeitrag**

Für die Mitglieder des Versorgungswerkes ergeben sich unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten. Ausgangspunkt ist die Frage, ob sie zusätzlich zu ihren Anwartschaften beim Versorgungswerk Anwartschaften bei der GRV erwerben wollen, um dort z. B. Wartezeiten aufzufüllen.

1. Keine Antragstellung. Die ab 01.01.2013 geltende generelle Versicherungspflicht in der GRV bewirkt, dass der Arbeitgeber automatisch einen Beitrag in Höhe von 15% des Einkommens an die GRV zahlt. Der Arbeitnehmer trägt einen Eigenanteil in Höhe von derzeit 3,7% (GRV-Beitragssatz 2017: 18,7%) und erwirbt damit Anwartschaften in der GRV. Zusätzlich muss der Arbeitnehmer als Mitglied den Mindestbeitrag an das Versorgungswerk abführen.

2. Antrag auf Befreiung wegen Geringfügigkeit. Befreit sich der Arbeitnehmer per Antrag beim Arbeitgeber wegen Geringfügigkeit von der Versicherungspflicht, fließt der Arbeitgeberbeitrag in Höhe von 15% ebenfalls an die GRV. Der Eigenanteil des Arbeitnehmers an die GRV fällt in diesem Fall zwar weg, das Arbeitsentgelt des Minijobbers wird dafür aber bei der Bildung von GRV-Anwartschaften nur anteilig berücksichtigt. An sein Versorgungswerk führt das Mitglied den regulären Mindestbeitrag ab.

3. Antrag auf Befreiung zugunsten des Versorgungswerks. Befreit sich das Mitglied nach § 6 Abs. 1. S. 1 SGB VI zugunsten des Versorgungswerkes von der Versicherungspflicht in der GRV, zahlt der Arbeitgeber den pauschalen Beitrag von 15% direkt an die SAEV. Der Arbeitnehmer muss dann nur noch die Differenz zum Mindestbeitrag übernehmen.

Für geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, die bereits vor 2013 bestanden haben, gelten Besitzschutzregeln. Wird dagegen das Entgelt für ein bestehendes Arbeitsverhältnis ab 2013 auf über 400 EUR und unter 450,01 EUR angehoben, gilt sofort das neue Recht.

SAEV_Minijobs_2017_klein


* Gleichzeitig wurde das Entgelt in der Gleitzone (sog. Midijob) auf 450,01 bis 850 EUR angepasst.
** Auf Basis eines monatlichen Entgelts von 450 EUR. Der Mindestbeitrag 2017 beträgt 106,59 EUR/Monat in den neuen und 118,75 EUR/Monat in den alten Bundesländer. Der GRV-Beitragssatz liegt 2017 bei 18,7%.

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